Energieeffizienz 2.0: Pilotprogramm Einsparzähler | efiz!

Energieeffizienz 2.0: BAFA Pilotprogramm Einsparzähler

Pilotprogramm BAFA Einsparzähler, Energieeffizienz
Pilotprogramm Einsparzähler

Die Digitalisierung macht auch vor Energieeffizienzmaßnahmen keinen Halt. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat darauf mit dem Pilotprogramm Einsparzähler im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) reagiert. Ziel ist, dass sowohl private Haushalte, aber auch Unternehmen Strom, Gas, Wärme und Kälte einsparen. Die Pilotprojekte dienen damit der Entwicklung, Demonstration und Markteinführung neuartiger Energieeffizienzdienstleistungen und der Erprobung von Mehrwertdiensten zur Steigerung der Energieeffizienz. Die Einsparzähler sollen den Nutzern detailliert aufzeigen, wie hoch der Energieverbrauch von Geräten und Anlagen ist und welche Möglichkeiten zur Reduzierung des Verbrauchs vorliegen.

Konkret sind Unternehmen aufgefordert, bei ihren Kunden eine „Mess- und Dienstleistungsinfrastruktur inklusive Mehrwertdiensten“ zum Energiesparen zur Verfügung zu stellen. Damit können sie im Rahmen des Pilotprogramms eine Förderung von bis zu einer Million Euro pro Projekt erhalten. Die digitale Komponente des Programms liegt in dem Vorhaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), „den Trend zur Digitalisierung auch für Energieeffizienz nutzbar zu machen.“

Die BAFA nennt auf Ihrer Website folgende Anforderungen an die Pilotprojekte:

  • eine mindestens gerätegruppen- oder anlagengruppenscharfe Messung und Darstellung der Energieverbräuche beim Kunden,
  • darauf basierend die Bereitstellung individualisierter Energiespartipps,
  • die Motivation des Endkunden zur Umsetzung der Energiespartipps,
  • die Wirkungsanalyse nach Durchführung einer Energiesparmaßname,
  • die Quantifizierung der Energieeinsparung („vorher-nachher“-Messung),
  • die displaygestützte Darstellung der eingesparten Energiemengen und -kosten,
  • die Erprobung von innovativen Mehrwertdiensten für Energieeffizienz,
  • die Erfassung etwaiger Rebound-Effekte sowie gegebenenfalls Hinweise zu deren Verringerung.

Matthias Franke, Geschäftsfeldverantwortlicher im Bereich Energie- und Ressourceneffizienz bei der STF Energy GmbH, dazu: Ein solches System ermöglicht zum Beispiel die Echtzeitauswertung von Energieverbrauchsdaten. Oft wird Anlagenbetreibern erst nach Rechnungsstellung des EVUs klar, dass ein System oder eine Anlagenkomponente nicht sauber läuft und somit zu viel Energie verbraucht hat. Durch die hier geförderten Energiecontrolling-Komponenten kann dem entgegengewirkt werden. Unregelmäßigkeiten im System fallen sofort auf und können nachgebessert werden. Ein kurzes Bespiel: In den Stallungen eines Landwirtschaftlichen Betriebes in Nordrhein-Westfalen waren mehrere Stellmotoren des Frischluftsystems defekt. Hierdurch wurde viel zu viel teuer erwärmte Luft aus den Stallungen abgeleitet und kalte Frischluft zugeführt, welche wieder kostenintensiv erwärmt werden musste. Ein Teufelskreis – der Defekt fiel erst durch die saftige Erdgasrechnung auf. Durch entsprechende Zählerkomponenten wäre das Problem schnell entdeckt worden.

Die Förderbekanntmachung zum „Pilotprojekt Einsparzähler“ ist zusammen mit den Antragsformularen, den Merkblättern sowie weiteren Details zum Förderprogramm ab sofort auf der Website des BAFA abrufbar.

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