Photovoltaik: Totgesagte leben länger – efiz!

Photovoltaik: Totgesagte leben länger

Solar, Photovoltaik
iStock.com/RapidEye

Photovoltaikanlagen wurden zur Zeit der hohen Einspeisevergütung über dem Strompreis der bezogenen elektrischen Energie möglichst groß ausgelegt. Als die Einspeisevergütung in den letzten Jahren deutlich gesunken ist und sich gleichzeitig die EEG-Umlage erhöhte, war die Photovoltaikbranche am Boden der wirtschaftlichen Existenz angelangt. Die Kosten für die Neuinvestition für 1 kWp (Anlagenkomponenten und Installation) lagen damals bei ca. 5000 €.

Durch die Weiterentwicklung der Technologie vor allem in Ländern wie China und Taiwan wurden die Module und Wechselrichter in den letzten Jahren zum Massenprodukt. Die Kosten für die Neuinvestition für 1 kWp (Anlagenkomponenten und Installation) liegen heute bei ca. 1000 €.

Seit März 2016 ist die Einspeisevergütung unverändert und beträgt beispielsweise für die Installation auf Dachflächen von Nichtwohngebäuden und Freiflächenanlagen bis 100 kW bei 8,53 ct/kWh. Die EEG-Umlage aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz EEG beträgt derzeit 6,88  ct/kWh. Für die eigens verbrauchte elektrische Energie bezahlt der Betreiber 40 % der EEG-Umlage. Trotz der Veränderungen auf dem Markt, lohnen sich Investitionen in Photovoltaikanlagen für Unternehmen immer noch.

Berechnungsbeispiel für ein KMU

Für die Berechnung der PV-Auslegung an dem Eigenstrombedarf sind vor Allem die elektrische Leistung sowie der tägliche und wöchentliche Lastgang ausschlaggebend. Dieser sollte, wenn eine registrierte Lastgangmessung vorliegt, nach Möglichkeit vom Energieversorgungsunternehmen angefordert werden. Ist das nicht möglich, dient eine einwöchige Messung des elektrischen Energieverbrauchs des Unternehmens als Grundlage für die Dimensionierung der Anlage. Der Netto-Strompreis des Unternehmers liegt bei 20 ct/kWh und die elektrische Leistungsabnahme des KMU liegt im Sommer ca. bei 100 kW. Ein ganzjähriger Verbrauch an elektrischer Energie beläuft sich auf 100.000 kWh. Die hat nach Angleichung an den Lastgang eine Eigenstrombedarfsquote von 80 %.

Das KMU hat einen Ein-Schicht-Betrieb mit Betriebszeiten von 8:00 bis 16:00 Uhr. Eine nach Süden ausgerichtete Dachfläche empfiehlt sich mit einer Neigung von 30 Grad. Für einen Zwei-Schicht-Betrieb empfiehlt sich in Abhängigkeit der Arbeitszeit eine andere Ausrichtung. Die Auslegung der Photovoltaikanlage deckt die Leistungsabnahme des Unternehmers im Sommer zu 100 %

Die nach Süden ausgerichtete und verfügbare Dachfläche von 1.000 m² kommt als Photovoltaikfläche in Frage. Da die Leistung von 1 kWp einer Photovoltaikfläche von 6,5 m² entspricht ergibt sich für unser Beispiel eine Fläche von 650 m² Die erzeugte Energiemenge für 1 kWp liegt bei ca. 900 kWh/a. Diese von der Photovoltaikanlage zu Verfügung gestellte Energiemenge beträgt 90.000 kWh/a.

Die Kosten der Neuinvestition liegen bei 100.000 €. Die Vergütung durch die Einspeisevergütung liegt bei 1.535 €/a und Einsparung auf den Eigenbedarf aus der PV bei 12.419 €/a. Dies entspricht einer Gesamteinsparung von 13.954 €/a. Hieraus ergibt sich eine Amortisationsdauer von ca. 7,2 a ein.

Fazit: Es lohnt sich

Investitionen von Unternehmen in Photovoltaikanalgen rentieren sich in der Regel immer noch. Als Entscheidungsgrundlage für die Anschaffung sollten Verantwortliche eine Lastgangmessung nutzen, um darauf basierend die Amortisationsdauer zu ermitteln.

 

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