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Schulinfrastruktur: Investitionsstau beträgt 34 Milliarden Euro

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Wie marode sind die Schulgebäude bzw. die gesamte bauliche Schulinfrastruktur in Deutschland wirklich? Der Zustand ist zwar von Schule zu Schule und Kommune zu Kommune sehr heterogen, die von Kommunen gemeldete Zahl über den Investitionsrückstand lässt jedoch aufhorchen: Er beträgt 34 Milliarden Euro. Die Summe wurde durch die KfW erhoben und findet sich im aktuellen KfW-Kommunalpanel wieder.

„34 Milliarden Euro – die Höhe der Summe hat uns, trotz der Kenntnis über den dringenden Sanierungsbedarf an Schulen, überrascht“, betont Christian Höveler, Projektleiter bei der STF Energy GmbH und ergänzt: „Die Summe spiegelt aber den enormen Handlungsdruck wieder, der in unseren Gesprächen mit Verantwortlichen in den Kommunen häufig deutlich merkbar ist. Mir ist erst kürzlich von einer Schule berichtet worden, wo der Zustand des Gebäudes so marode ist, dass Eltern schon auf eigene Kosten die sanitären Anlagen sanieren wollen. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob die Zuwendungen aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFG) eine Verbesserung der Situation bewirken. Die Verantwortlichen sollten in diesem Zusammenhang auch prüfen, ob für sie das Förderprogramm der BAFA für kommunale Nichtwohngebäude in Frage kommt“, rät Höveler.

Insgesamt wurden nach Angaben der KfW im Jahr 2015 2,9 Milliarden Euro in die deutschen Schulgebäude investiert. Dies ist zwar ein Anstieg um 115 Millionen im Vergleich zu Vorjahr, aber ein Rückgang um 1,3 Milliarden Euro im Vergleich zum Jahr 1995.

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