Trinkwasserhygiene und Trinkwasserverordnung einhalten | efiz!

Trinkwasserhygiene sicherstellen, Trinkwasserverordnung einhalten

Trinkwasserhygiene, Technische Gebäudeausrüstung, Legionellen, VDI/DVGW 6023, Nils Kreuznacht
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Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Aus diesem Grund ist die Sicherheit der Trinkwasserversorgung von großer Bedeutung für unsere Gesellschaft. Hierbei steht insbesondere die Sauberkeit des Wassers im Fokus. Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage sind deswegen verpflichtet, die Trinkwasserverordnung einzuhalten, um die Hygiene des Trinkwassers zu gewährleisten. Aus diesem Grund sind die vorbeugende Identifikation und das Vermeiden von hygienisch relevanten Risiken sowie das schnelle Handeln bei bestehenden Problemen – wie beispielsweise einem Legionellenbefall – besonders wichtig.

Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage in der sich Großanlagen zur Trinkwassererwärmung befinden (Dazu zählen z.B.: Kindergärten, Krankenhäuser, Schulen, Hotels und Pflegeheime) sind durch die Trinkwasserverordnung angehalten, jährlich Wasserproben zu entnehmen, um diese auf Legionellen untersuchen zu lassen. Für Unternehmer und sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage in der sich Großanlagen zur Trinkwassererwärmung für gewerbliche Zwecke befinden, ist eine Untersuchung mindestens alle drei Jahre verbindlich.

Für die Legionellenprophylaxe bzw. zur Sicherstellung der Trinkwasserhygiene müssen in Neubauten als auch in bereits bestehenden Gebäuden, die anerkannten Regeln der Technik beachtet und angewendet werden. Beispielhaft seien hier einige Maßnahmen genannt:

  • Einsatz von Zirkulationspumpen um ein definiertes Temperaturniveau im Warmwassernetz zu gewährleisten. Diese Maßnahme sieht die Trinkwasserverordnung sowie das GVGW-Arbeitsblatt W551 vor (Großanlagen zur Trinkwassererwärmung mit einem Volumen von mehr als drei Litern Leitungsinhalt zwischen Trinkwasserwärmer und Entnahmestelle müssen mit einer Zirkulationsleitung ausgestattet sein).
  • Bei Kleinanlagen wird eine Temperatur von 60 Grad Celsius am Trinkwassererwärmer empfohlen bzw. sollte sie 50 Grad Celsius nicht unterschreiten.
  • Bei Großanlagen zur Trinkwassererwärmung ist eine Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius für den Ausgang des Trinkwassererwärmer und für die Aufheizung der Vorwärmstufe verbindlich.
  • Begutachtung von Rohrleitungen, die sehr wenig oder gar nicht genutzt werden, sodass das Wasser darin stagniert.
  • Anpassung der Rohrdimensionen an die Nutzungsverhältnisse.
  • Durchführung eines hydraulischen Abgleichs zur Regulierung des Wasserdurchfluss bzw. Durchführung eines thermischen Abgleichs um die Mindestanforderungen an die Wassertemperatur zu gewährleisten.
  • Ordnungsgemäßer und sachgerechter Verbau und Wartung der Rohrleitungen, des Warmwasserspeichers sowie von Filtern und Ventilen.
  • Vermeiden von Stichleitungen, sondern Nutzung von Reihenleitungen und Ringleitungen.

Für die Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung von Trinkwasserinstallationen entspricht die Richtlinie des Vereins Deutscher Ingenieure „VDI 6023“ den anerkannten Regeln der Technik. Insbesondere für Unternehmer und sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage in der sich Großanlagen zur Trinkwassererwärmung befinden, nimmt die Trinkwasserhygiene eine wichtige Rolle ein wie beispielsweise in Betrieben zur Herstellung von Lebensmitteln oder in Krankenhäusern.

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